SPIRIT: DER MAYA KALENDER & DIE 13 TÖNE

Stell dir vor, es gibt einen kosmischen Code der dich erschaffen hat. Und jetzt stell dir vor, ich kann dir helfen ihn zu verstehen…

Palenque, Chiapas – Ruinen

Die Hochkultur der Mayas wusste schon früh die wiederkehrenden Konstellationen der Sterne zu deuten, auch ohne Teleskope und moderne Technologie. Ihre fortschrittliche Denkweise und das Verständnis des Universums veranlasste sie dazu sagenhafte Pyramiden zu bauen, die uns leider nur als mystische Ruinen hinterlassen wurden. Selbst die Präzisen Bauten die man überall in Mexiko besichtigen kann sind keine Originale, es sind Versionen von Möglichkeiten, wie die Tempel und Paläste der Mayas ausgesehen haben könnten. Vieles von den Überlieferungen wurde vernichtet und konnte nur teilweise gerettet, wiederhergestellt und gechannelt werden. Aus diesem Grund gibt es hinsichtlich des spirituellen Maya Kalenders mehrere Interpretationsansätze und verschiedene Arten sein Horoskop zu berechnen.

Der Maya Code

Alles was ich hier über den Tzolkin Kalender schreibe, richtet sich nach dem Wissen, dass von José Argüelles vor allem durch sein Buch „Der Maya Code“ in die heutige Welt und die New Age Philosophie gebracht wurde. Er schafft es, für mein Verständnis, sehr gut die Symbole, Glyphen und Töne so zu erklären, dass wir die Kultur der Mayas aus der Perspektive unseres modernen Lebens und des heutigen Wissenstands viel anfangen können. Trotzdem möchte ich erneut betonen, dass alles daran Tendenzen sind und keineswegs in den Stein gemeißelte Wahrheiten. Ich freue mich über jeden, der selbst recherchiert und sich mit der Vielseitigkeit dieses Themas beschäftigt.

„Who owns your time owns your mind. Change your time and you change your mind. Change your mind and you change your world.“ – José Argüelles

Palenque, Chiapas – Tempel View

Die magische Zahl 13, von den Mayas verehrt – von der Kirche verteufelt, ist das Ziel einer spirituellen Reise. Denn 13 Tage dauert eine Maya-Woche, an dem jeder Tag eine bestimmte Bedeutung und Intention hat. Statt Montag bis Sonntag machen hier „Hun“ bis „Ox Lahun“ die Spielregeln. Diese Tage werden Töne genannt und durch Punkte und Striche dargestellt. Die unterschiedlichen Energien jedes Tons sind für die gesamte Woche wichtig, um seinen individuellen Tzolkin Kalender deuten zu können.

Mit Hilfe des Tzolkin Kalenders können wir eine spannende Selbstanalyse starten, die uns dabei hilft zu verstehen wer wir sind und wohin wir womöglich gehen. Stärken, Schwächen, Talente oder Heilungswege können den 13 Tagen entnommen werden. Weil wir alle unterschiedlich sind funktionieren gewisse Methoden nicht bei jedem. Manche finden ihre Antworten nur in Stille, benötigen Meditation und Ruhe, andere müssen sich mit anderen austauschen, brauchen Chaos oder Aktivität, sind am besten in der Natur aufgehoben oder sind am glücklichsten, wenn sie den Überblick behalten. Es gibt kein universelles Rezept, das für jeden gilt, weil wir alle andere Töne und Symbole von Schutzgottheiten vereinen. Doch zu den Symbolen und ihren Bedeutungen komme ich erst im nächsten Teil über den Maya Kalender.

Man kann sich die Maya-Woche wie eine Pyramide vorstellen, an der Ton 1 bis 7 alle weltlichen, körperlichen und emotionalen Themen darstellt. Die restlichen Töne von 8 bis 13 beschäftigen sich inhaltlich nur noch mit der Seele, zeigen unser Innerstes und den spirituellen Kern des Seins. Wie alle Zyklen der Mayas ist sind auch die Töne der Woche spiralförmig zu verstehen, es geht immer höher bis hin zur „Erleuchtung“. Jeder Ton hat eine schöpferische Energie birgt ein individuelles Potenzial in sich und (ganz wichtig!) alle Töne bauen aufeinander auf. Wie auf einer Treppe wo man auf jeder Stufe ein Werkzeug findet um ganz oben etwas mit allen Tools bauen zu können. Da nicht jeder den selben Werkzeugkoffer für sein Leben bereit gestellt bekommt und uns auch niemand von Anfang an beibringt unsere Tools zu nutzen müssen wir erst lernen damit umzugehen.

Bedeutung der Töne

(1) „Hun“ – Der magnetische Ton der Bestimmung (initiieren, anziehen): Was ist mein Zweck, Absicht, Motivation, Thema?

(2) „Ca“ – Der lunare Ton der Evolution (polarisieren, stabilisieren): Was ist meine Herausforderung, meine Gegensätze und Spannungen?

(3) „Ox“ – Der elektrische Ton des Vollziehens (aktivieren, tun): Wie kann ich am besten Dienen, wie bringe ich etwas in Schwung, was ist meine Verpflichtung, mein Antrieb?

(4) „Kan“ – Der selbst-bestehende Ton der Form (definieren, ordnen): Welcher Art wird mein Dienst sein, was ist mein Fundament, mein Maßstab, Disziplin, Ordnung?

(5) „Ho“ – Der Oberton des Strahlens (bekräftigen, überstrahlen): Wie kann ich mich am besten stärken, was führt mich, was ist meine zentrale Intention, die Quintessenz, das Wesentliche?

(6) „Uac“ – Der rhythmische Ton des Ausgleichs (organisieren, ausgleichen): Wie kann ich zum Ausgleich beitragen, wie kann ich mich balancieren und organisieren, physisch und emotional heilen?

(7) „Uuc“ – Der resonante Ton des Gleichklangs (verbinden, anregen): Wie bringe ich meinen Dienst mit anderen in den Einklang? Hier auf der Spitze der Pyramide kann ich mit Hilfe der vorherigen Töne alle weltlichen und körperlichen Wünsche verwirklichen. Was inspiriert mich, was gibt mir einen Energieschub?

(8) „Uaxac“ – Der galaktische Ton der Ganzheit (bündeln, integrieren): Lebe ich das, woran ich glaube? Hier kommt das Leben auf eine höhere Ebene, ab sofort es geht nur noch um die Seele. Auf Ton acht sehen wir wo unsere Seele Frieden und wo wir Harmonie und Schaffenskraft finden. 

(9) „Bolon“ – Der solare Ton der Absicht (pulsieren, bestimmen): Wie erreiche ich meine Absicht? Ton neun gibt uns Erkenntnisse, Aha-Momente, Zündungsimpulse und inspirative Kraft für den nächsten Schritt. 

(10) „Lahun“ – Der planetare Ton der Manifestation (verwirklichen, manifestieren): Wie kann ich das, was ich tue, perfektionieren? Was ist mein Talent, wie kann ich mein Vorhaben in die Tat umsetzen? Wie kann ich mich selbst verwirklichen?

(11) „Buluc“ – Der spektrale Ton der Befreiung (aufbrechen, freisetzen): Wie kann ich am besten loslassen, mich befreien oder aufgeben? Auf Ton elf finden wir den Schatz in uns, der dabei hilft uns zu verändern oder zu wachsen, Prozesse zu vereinfachen oder aufzubrechen. 

(12) „Lahca“ – Der kristallklare Ton der Zusammenarbeit (vervollkommnen, umschließen): Wie kann ich mich dem Leben hingeben? HIer erkennen wir die Verbundenheit mit allem, sind transparent, sehen das Resultat unseres vorherigen Weges und erkennen unseren inneren Diamanten, die individuelle Kraft, die wir brauchen um unser spirituelles Ziel auf Ton 13 zu erreichen. 

(13) „Ox Lahun“ – Der kosmische Ton der Gegenwärtigkeit (aufrecht erhalten, übersteigen): Wie kann ich meine Freude und Liebe erweitern? Auf Ton 13, dem universellen Ziel unserer Reise, spüren wir einen Quantensprung, die Transzendenz und somit auch, dass durch alle vorherigen Töne jetzt keine Arbeit mehr verrichtet werden muss. Hier können wir einfach nur sein. 

Im folgenden Teil über den Maya Kalender werde ich die 20 verschiedenen Siegel, die Schutzgottheiten, vorstellen und euch so die Möglichkeit geben anhand des Geburtstags euren eigenen Maya Kalender herauszufinden. Wenn Fragen oder Unklarheiten entstehen freue ich mich über Feedback und Kommentare.

Palenque, Chiapas – Pyjama Party


4 thoughts on “SPIRIT: DER MAYA KALENDER & DIE 13 TÖNE”

  • Hi, die Idee, das mal anders anzusehen und Dein Zital über die „Zeit“, die uns beherrscht (und diejenigen, die uns einreden, es gäbe sie) reizt mich.

    Wie würde man vorgehen?

    Lb. Gruß Tobias

    • Hey Tobias, danke, eine spannende Frage! Der Guru José Argüelles meint dazu wir können unsere vorherrschende und artifizielle Zeitvorstellung nur verlassen, in dem wir nicht mehr nach dem gregorianischen Kalender leben. Klingt verrückt, doch ohne Januar und Co. kommen wir der Sache seiner Theorie nach endlich näher… schau gerne mal hier rein: http://www.maya.at/Literatur/download/Maya-Faktor.pdf

  • Hey Saskia,
    der Mayakalender fasziniert mich auch schon seit längerem. Das Buch von J. Argüelles habe ich gelesen. Aber in der momentanen Situation am Rande des Chaos intessieren mich die Tagesimpulse am meisten. Ich fände es bereichernd, mit ein zwei oder wenigen sich über die täglichen Deutungen hin und wieder auszutauschen. In den sozialen Medien möchte ich das aber nicht tun. Ich mag es viel lieber sehr persönlich und nahe. Gibt es da vielleicht Menschen, die dir bekannt sind dafür offen zu sein?
    LG
    Heike

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