SPIRIT: DER MAYA KALENDER & DIE 20 SIEGEL

Frohes neues Jahr! Der 260 Tage-Zyklus (ein Mayajahr) ist vorbei und wir starten in eine neue Runde. Voller Licht und Schatten, Weisheiten und Lernaufgaben. Die Schutzgötter des Tzolkin Kalenders weisen uns den Weg und helfen dabei, das wichtigste überhaupt zu verstehen: uns selbst …

Woher wir kommen und wohin wir gehen ist kein Zufall. Es ist eine komplexe und individuelle Anordnung von Energie und Schwingungen. Wir haben ein Muster, begegnen oft den selben Situationen oder Menschen, haben Talente und Schwächen, Interessen, Neigungen und Ziele, die in uns darauf warten gesehen zu werden. Die Mayas, tatsächlich weniger spirituell als wissenschaftlich, konnten mit ihrem Wissen den Sternen und der Mathematik gegenüber schon früh einiges über das Universum und das menschliche Dasein erkennen. Dazu gehört neben präziser Architektur, sinnvoll strukturierter Landwirtschaft und urbaner Versorgung auch ein Verständnis gegenüber Horoskopen und Persönlichkeitsentwicklung. 

Wie bereits in meinen beiden vorherigen Texten über den Maya Kalender erwähnt, ist der Tzolkin Kalender nur einer von mehreren Kalendern der Mayas. Er bezieht sich auf unseren Geburtstag und beschreibt in beinahe erschreckender Präzision aus welchem Holz wir geschnitzt sind. Um das Gesamtkonstrukt und den Aufbau des Kalendersystems zu verstehen, sollte man vorher die Texte Der Maya Kalender und Der Maya Kalender & die 13 Töne gelesen haben. Wer nun Interesse hat, sein persönliches Horoskop zu erfahren, der darf mir gerne eine Email (saskia@sonderversum.com) mit seinem Geburtsdatum schreiben. Ich schicke euch dann ein PDF mit eurem Horoskop und stehe für Rückfragen zur Verfügung. 

Trotzdem will ich es mir nicht nehmen lassen die 20 Siegel des Tzolkin Kalenders vorzustellen. Es handelt sich um verschiedene Archetypen, die vergleichbar mit den Sternzeichen, über unterschiedliche Qualitäten verfügen. Die Reihenfolge der Symbole ist immer gleich, beginnt beim Drachen und endet bei der Sonne. So ist jeder Zyklus aufgebaut, im großen wie im kleinen Stil. Es ist wichtig zu verstehen, dass alle Symbole aufeinander aufbauen, ebenso wie es auch schon bei den Tönen (1-13) der Fall ist. Kein Siegel steht für sich alleine, man kann die Ganzheitlichkeit des Systems erkennen und daraus seine individuelle Kraft ableiten. 

Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben mehrere Zyklen und wird mit allen 20 Siegeln irgendwann konfrontiert, doch ist seine Geburtsenergie besonders und für den Verlauf seines zukünftigen Lebens von Bedeutung. 

Bedeutung der 20 Archetypen

Roter Drache (Imix): Schöpfung, Nähren, Sein, Mütterlichkeit, Vertrauen
Die Energie des Roten Drachen ist die des Urvertrauens, der göttlichen Schöpfung und der Weiblichkeit. Sein Potenzial birgt Selbstvertrauen, Aktivität, Fürsorglichkeit, Verantwortungsbereitschaft und Tatendrang ebenso wie Großzügigkeit, natürliche Führungskraft und die Motivation Neues voran zu bringen. Der Drache ist ein feuriger Beschützer, er kämpft für die Liebe, die Gerechtigkeit und seine Kinder. Persönlichkeiten die im Drachen geboren sind bringen Führungsqualitäten mit, sind bestimmend und initiierend. In dieser Energie liegt die Kraft des Beginnens und des instinktiven Handelns. Die Energie von Imix lehrt uns einen Verlust immer als Gewinn im Sinne des Neubeginns zu sehen. 

Die Schattenseiten eines unbalancierten Imix sind Tendenzen zur Herrschsucht, Machotum und chaotischem Verhalten. Hier regiert das Ego, bewertet Materielles über und kann zu Ungestümtheit und aggressiver Dominanz neigen. Die Disbalance kann sich auch in Ängsten wie Verlorenheit, Hilflosigkeit und dem Gefühl nicht genug zu bekommen äußern. Ist man also eher unterwürfig und immer auf der Suche nach einem Mächtigen liegen Existenzängste und Misstrauen oft nicht fern. Drachengeborene neigen zu einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt. 

Lösungsvorschläge:
– Geben und Nehmen im Gleichgewicht halten lernen. 
– Gefühle, Träume und Visionen mit anderen teilen. 
– Nähre dich selbst und opfere dich nicht auf.
– Nimm nicht alles zu ernst. 
– Hinterfrage deine Mutterenergie, gibt es hier Probleme?

Weißer Wind (Ik): Geist, Kommunikation, Inspiration
Der weiße Wind arbeitet mit der Kraft des Geistes. Sein Potenzial ist geprägt von Ausdrucksstärke, geistige Reife. Seine männliche Energie trägt den Uratem in die Welt und schafft es durch Einfachheit Gegensätze zu vereinen. Ik hat ein ausgeprägtes Gespür für Kommunikation, denn nur der Wind unseres Atems macht Sprache möglich. In liebevoller Strenge schafft Ik Klarheit und eine ausgeprägte Quellverbindung. Seine Dynamik birgt die Kraft Dinge entstehen zu lassen. Insbesondere die Verbindung beider Gehirnhälften ist sein Anliegen, denn der Wind bringt das Geschenk des roten Drachen in Form und definiert dieses. 

Die Schattenseiten können Undiszipliniertheit und Untreue und Geringschätzung sich selbst gegenüber aufweisen. Dadurch können Probleme im Zusammenhang mit Integrität und ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Anerkennung und Bestätigung entstehen. Der Wind hat oft komplexe und verstrickte Beziehungen, neigt zu Intellektualismus, persönlichem Macht- und Kontrollgehabe. Wenn das männliche Prinzip zu ausgeprägt ist, werden die Tage von Ik intensiv empfunden und erinnern uns daran nicht einseitig zu denken. 

Lösungsvorschläge:
– Entferne dich von zwischenmenschlichen Beziehungen die dir nicht gut tun.
– Schaffe eine klare Verbindung zu deinem essentiellen Selbst. 
– Öffne dich der Kraft und dem Wissen des Herzens und lass Magie fließen. 
– Die Balance von Mann und Frau in dir will angestrebt werden. 

Die blaue Nacht (Akbal): Stille, Meditation, Träume, Schatten
In der blauen Nacht steckt die Kraft der Ideen. Sie ist Intuition, Abgrund und Traum zugleich. Der Blick nach innen ihre wesentliche Komponente. In der Nacht sind Überfluss und Fülle nah bei Schattenweisheiten und Angst. Akbal lehrt uns, dass man durch die Dunkelheit gehen muss, um Licht zu sehen. Darin steckt das Vermögen die eigenen Grenzen zu sprengen. Durch eine tiefere Verbundenheit mit den eigenen Innenwelten schafft die blaue Nacht Lebensfülle und Transformation. 

Wer sich seinen eigenen Schatten nicht stellen will wird leiden. Verblendung und Ablenkungsmanöver funktionieren auf Dauer nicht und Akbalgeborene empfinden ein Gefühl von Hilflosigkeit, Sinnlosigkeit und leben in Mangelwelten. Der oberflächliche Umgang mit der Welt wird von der blauen Nacht bestraft. Sie will erkannt und wahrgenommen werden. Mentale Starrheit, Frust, Probleme damit zu teilen und starke Selbstkritik blockieren den Menschen, wenn er sich nicht allzu sehr mit seinen Innenwelten und der Stille beschäftigt. 

Lösungsvorschläge: 
– Erschaffe dir ein sicheres Umfeld und vertraue auf die Fülle des Universums.
– Erkenne und akzeptiere deine Schattenseiten. 
– Laufe nicht davon und stell dich deinen Ängsten. 

Der gelbe Samen (Kan): Erblühen, Reife
Die Energie des gelben Samens ist die des Wachstums. In ihm steckt das Potential, freie Entfaltung, der Durchbruch und die Fruchtbarkeit. Wie der Name schon sagt, der Samen ist der Beginn etwas, was es zu ernten gilt. Im kleinsten Samenkorn steckt alle Information, die eine Pflanze zum erblühen braucht. Auch wenn man die Frucht zu Beginn noch nicht sehen kann, der Prozess der Reife ist in vollem Gange. Dankbarkeit und Achtsamkeit sind Stärken, die der Samengeborene in sich trägt. Kan ist voller Lebensfreude und Leichtigkeit, er weiß, dass alles gut wird und ist losgelöst von erstarrendem Sicherheitsdenken. Ein zielgerichtetes und geerdetes Denken bringen Erfolg und Vollendung mit sich.  

Das unbalancierte Samendasein birgt Selbstzweifel und Unsicherheiten. Verwirrung und Angst vor Risiken prägen den Alltag, der nicht selten von Bewertungen und Vorurteilsdenken geprägt ist. Ein begrenztes Selbstverständnis ist oft der Ursprung für Blockaden. Neue Möglichkeiten werden nicht erkannt und das Wachstum somit zurückgehalten. Verbissenheit die eigenen Ziele voreilig erreichen zu wollen ist nicht immer förderlich. Schließlich sind Früchte erst süß, wenn sie reif genug sind. Unreife ist übrigens ein Problem, das sich oft in Verbindung in Beziehungen ausdrückt. 

Lösungsvorschläge:
– Vertraue darauf, dass du selbst nahrhafter Boden bist. 
– Sei kreativ und erschaffe Neues, dein Samen wird ausgesät. 
– Verstehe, dass Sicherheitsdenken eine Illusion ist. 

Die rote Schlange (Chicchan): Lebenskraft, Kundalini, Lebensfreude
Die Themen der roten Schlange sind sehr körperlich. So ist sie die Energie der Instinkte, des Triebs, der Sexualität und des Körperbewusstseins. Ihre Motivation ist Leidenschaft, das pure Leben und die Freude daran. Vitalität, Intimität und die Vereinigung der Gegensätze sind für Chicchan erstrebenswerte Zustände. Ein glasklarer Verstand und die Fähigkeit sich schnell an neue Umstände anzupassen sind Talente der roten Schlange und ermöglichen ihr, aus dem Unterbewussten das Richtige zu tun. Bodenständigkeit und die Harmonie mit der Natur gehören zum Naturell der beweglichen Schlange. 

Ist man nicht in seinem Gleichgewicht, schafft die Energie der roten Schlange gewisse Herausforderungen. Die Überbewertung des Körpers und übermäßige Sinnlichkeit können zu Problemen führen, ebenso wie die Angst vor Intimität. Das Leben aus starren Gewohnheiten heraus widerspricht dem dynamischen und anpassungsfähigen Naturell der Schlange und sollte überdacht werden. Starke innere Unruhe, Starrheit und andere Disharmonien führen nicht selten zu Krankheit und Verletzungen. 

Lösungsvorschläge: 
– Akzeptiere, dass Veränderungen ein Teil der Weiterentwicklung sind. 
– Verstehe deinen Körper als Werkzeug zur Transformation. 
– Leidenschaft und Sinnlichkeit können als Einstieg für ein höheres Bewusstsein verstanden werden. 
– Vertraue auf die Intuition und dein Bauchgefühl. 

Der weiße Weltenüberbrücker (Cimi): Tod, Loslassen, Hingabe
Die Kraft des weißen Weltenüberbrückers ist die der Transformation. In ihm liegt das Verständnis, das aller Neuanfang nur durch das Sterben beginnen kann. Daher gehört die Fähigkeit loszulassen und dadurch das Ergreifen neuer Möglichkeiten zu den Stärken von Cimi. Seine Energie ermöglicht es dem Menschen leicht aus alten Denk- und Gewohnheitsmustern auszubrechen und sich stetig neu zu erfinden. Cimi ist ein Grenzgänger, der es nicht scheut Neues auszuprobieren und sich selbst auf die Probe zu stellen. Der Tod wird von den Mayas nicht etwa als ein beängstigendes Ende gesehen, sondern ist der Aufstieg in eine neue, höhere Dimension. Das Fest der Toten („Dia de los muertos“) zeigt bis heute, wie in Mexiko mit dem Tod umgegangen wird. 

Wer das Siegel von Cimi in seinem Leben noch nicht gänzlich zulassen kann, dem fällt das Loslassen schwer. Die Tage des weißen Weltenüberbrückers können als schmerzlich empfunden werden, insbesondere wenn das Leben durch Starrheit und Altlasten bestimmt wird. Die disharmonische Cimi-Energie kann sich in Wegwerfneurosen oder Kaufzwängen äußern. Stetiges aufräumen oder neu anschaffen von materiellen Dingen sind jedoch nur Ablenkungsmanöver. Eine Geringschätzung dem Jetzt gegenüber, Entscheidungsschwierigkeiten, schlimmstenfalls Suizidgedanken und eine verstärkte Tendenz Rauschmitteln zu konsumieren sind die Schattenseiten des weißen Weltenüberbrückers. 

Lösungsvorschläge: 
– Sieh den Sinn des Lebens darin, was du der Gesellschaft geben kannst. 
– Höre auf den Teil in dir, der sich nach Tod und Neuanfang sehnt und erkenne die Weisheit darin. 
– Lass alles los, was dich an deinem nächsten Schritt hindert.

Die blaue Hand (Manik): Heilung, Begreifen, Wissen
Der Schutzgott Manik steht für Tatendrang und Schaffenskraft. Seine Energie bringt Wissensdurst und Neugier mit sich, die es dem Menschen ermöglicht sich stetig weiterzuentwickeln. Zudem steht die blaue Hand für Heilung, im physischen wie im geistigen Sinne. Das schöpferische Bewusstsein von Manik und die Handlungsfähigkeit machen ihn zu einem guten Anführer, so lange die Projekte zum Wohle und Heil aller sind. Manikgeborene sind die Hand Gottes, ein wichtiges Werkzeug für die Allgemeinheit. 

Kommen die Motive nicht aus dem Herzen, sind ego-gesteuert und manipulativ, so wird sich die Energie von Manik in Unruhe, Stress und nicht selten auch Arbeitssucht widerspiegeln. Die selbstzerstörerischen Tendenzen, Probleme damit Dinge zu Ende zu bringen und Überforderung beweisen eine energetische Disharmonie mit dem Siegel von Manik. 

Lösungsvorschläge: 
– Erkenne deinen inneren Arzt. 
– Lerne deine Individualität schätzen. 
– Konzentriere dich auf die Frage, wie du der Gesellschaft nutzen kannst. 

Der gelbe Stern (Lamat): Harmonie, Schönheit, Kunst
Das Siegel von Lamat ist bestimmt durch die Kraft der Anmut, der Harmonie und Eleganz. Einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik, Schönheit und Perfektion haben Lamatgeborene ebenso wie Feinfühligkeit. Künstlerische Talente schlummern in dir oder werden bereits zum Ausdruck gebracht. Der gestalterische Selbstausdruck ist das, was die Schöpferkraft von Lamat ausmacht. Hinzu kommt der das Bedürfnis nach Ordnung und Klarheit auf allen Ebenen, so wie auch in der Natur, im Mikro- wie im Makrokosmos alles eine Struktur hat. 

Wurde die innere Harmonie noch nicht erreicht, so kann Perfektionsdrang im außen zu einer lästiger Angewohnheit werden. Das geht nicht selten in Kontrollsucht über und führt unweigerlich zu Disharmonien mit der Umwelt. Begleitet von Selbstverachtung und einem Mangel an Selbstvertrauen wird der Lamatgeborene daran erinnert zunächst die eigene Harmonie und Ordnung zu finden, bevor im außen danach gesucht wird. Der Perfektionismus führt auf Dauer zu Stress und Selbstkritik. 

Lösungsvorschläge: 
– Extremsituationen gilt es zu vermeiden. 
– Erkenne die Ruhe und Perfektion in deiner eigenen Gegenwärtigkeit. 
– Ratschläge von außen sind nicht immer was schlechtes, höre zu. 
– Erwecke den Künstler in dir. 

Der rote Mond (Muluc): Reinigen, Fließen, Emotionen
Muluc ist die universelle Reinigungskraft, die durch die Energie Blockaden auflösen zu können gekoppelt ist. Der rote Mond bringt uns dazu Signale des Universums erkennen zu können und im stetigen Fluss zu sein. Wie der Mond, der die Meere und Flüsse bewegt, bewegt auch der Mondgeborene alles was stillsteht und bringt immer auf den Punkt, was es anzusprechen gilt. Das ist nicht immer angenehm, aber notwendig für die Weiterentwicklung. Muluc birgt die Kraft der Selbsterinnerung, die dem Menschen eine bewusstseinserweiternde Tiefe verleiht. 

Gibt es noch Schwierigkeiten mit der Energie von Muluc, kann es sein dass Überheblichkeit und Profiliergehabe den wahren Kern des roten Mondes überdecken. Kopflastiges Denken, Zerstreutheit, Mangel an Selbstkontrolle und Verantwortungsbewusstsein machen sich bemerkbar, sowie Ego-Probleme und Vergesslichkeit. Alles nicht gelebte Blockiert den Mond, er will fließen und zur Selbsterinnerung beitragen. 

Lösungsvorschläge:
– Dein Fluss kommt durch Anpassung, Dynamik und Regelung zustande.
– Denk nicht so verkopft, der Verstand ist nicht alles. 
– Tausche den Schleier des Vergessens und der Verdrängung mit erwachender Aufmerksamkeit. 

Der weiße Hund (Oc): Liebe, Treue, Gefühle
Das Leben des weißen Hundes ist bestimmt durch die Kraft der Liebe. Freundschaft, Familie und Partnerschaft sind wichtig für den Hundgeborenen, der mit seiner Loyalität und Ehrlichkeit ein angenehmer Weggefährte ist. Auch die Sexualität spielt eine wichtige Rolle für Oc, den sie ist ein Portal zur spirituellen Erfahrung. Grundsätzlich trifft der weiße Hund seine Entscheidungen aus Emotionen heraus und hat einen guten Zugang zu seinem eigenen Herzen. 

Das Gegenteil ist der Fall, wenn Oc nicht in einem energetischen Gleichgewicht gelebt wird. So werden emotionale Unreife, Eifersucht, Angst allein gelassen zu werden und Egoismus zu seinen Schattenseiten. Als schwarz-weiß denkende und verurteilende Moralapostel, mit einem extremen Besitzstreben und Neid anderen gegenüber hat der Hund in der Liebe nicht ganz so viele Chancen. Er kann sogar dazu neigen extrem unloyal und verräterisch zu agieren, vielleicht aus der tiefen Angst heraus allein gelassen zu werden. Oc lässt keinen nah an sein Herz, wenn die Gefühlstiefe und das Verständnis sich selbst gegenüber nicht gereift ist. 

Lösungsvorschläge: 
– Wie ist die Beziehung zu deinem Vater? Gibt es hier Probleme?
– Versuche das dramatische Spiel der Emotionen als neutraler Zeuge zu betrachten. 
– Öffne dein Herz für diejenigen, die du als Schicksalsgefährten bezeichnen würdest. 
– Extreme Tendenzen in der Sexualität können auf deine Unausgeglichenheit hinweisen. (Sowohl extrem prüde als auch extrem offen.)

Der blaue Affe (Chuen): Kreativität, Chaos, inneres Kind
Der blaue Affe birgt die Kraft der Magie, ist humorvoll, will spielen und spontan sein. Er strahlt Leichtigkeit und Freude aus, wie ein Kind, dass das Leben neu entdeckt. Der blaue Affe erkennt die Illusionen des Lebens und weiß, dass er selbst sein Schöpfer ist. Schlau, neugierig und künstlerisch gestaltet er sein Umfeld und hat meist ein sehr aktives soziales Leben. Man könnte ihn als Lebenskünstler bezeichnen, der mit Offenheit und Fantasie die maximale Losgelöstheit ausstrahlt. 

Wird das Leben nicht mit Humor und Leichtigkeit gesehen, hat der Affengeborene nicht seine wahre Essenz verstanden. Er blockiert den Fluss des Lebens und staut somit Druck an, der sich in Alltagsschmerzen ausdrückt. Die Unfähigkeit Dinge zuende zu führen, eine sehr ernste und sarkastische Miene und ein Mangel an Barmherzigkeit bringen eine Lethargie in das Leben des Affen. Es kann passieren, dass das Leben so extrem verrückt zugeht, dass es am Ende nur mit Humor erträglich wird. 

Lösungsvorschläge:
– Finde deine Empfindsamkeit wieder, indem du dein inneres Kind heilst.
– Kindliche Unbeschwertheit und der spielerische Umgang mit dem Leben sind dein Talent. 
– Du wirst sehen, wie sich Probleme von selbst auflösen, wenn dein Umgang mit ihnen entspannter wird. 

Der gelbe Mensch (Eb): Freier Wille, Reife, Weisheit
Die Energie von Eb beflügelt ein gereifte souveräne Individualität des Selbstes. Wenn der Mensch versteht, dass die Welt aus Gegensätzen besteht, so kann er sich aus seiner Mitte heraus mit all seiner Weisheit und Intelligenz dem Leben hingeben. Jede Erfahrung die der Mensch macht, egal ob gut oder schlecht, bringt ihn der Freiheit und der Bewusstwerdung näher. Gelb als Farbe des Erblühens, denn die höchste Reifestufe des Menschseins wird durch Eb erreicht. Das Schöpferthema ist bei keinem anderen Siegel so stark ausgeprägt. 

Schattenseiten des Menschseins sind ganz klar Ego-Muster, die das Leben zu einem Wahnsinn werden lassen können. Unterdrückte Wut, Probleme damit Ansprüchen gerecht zu werden, mangelnde Selbstliebe und Abhängigkeit von außen können das Leben erschweren. Auch manipulative Tendenzen werden erkennbar, wenn der Mensch seinen Einfluss und seine Intelligenz für Selbstzwecke auf Kosten anderer ausnutzt. Eb gibt einem in der Disharmonie das Gefühl schon alles zu wissen und lässt einen auf andere überheblich wirken. 

Lösungsvorschläge:
– Lerne deine Gefühle auszudrücken und tu dir selbst etwas gutes.
– Was schenkt dir Freude und Erfüllung?
– Erkenne die Polaritäten des Lebens. Du bist der Meister ihrer Schöpfung. 

Der rote Himmelswanderer (Ben): Erforschen, Reisen, Mut
Das Thema von Ben, dem roten Himmelswanderer ist die Reise zwischen Raum und Zeit. Er mutig, wachsam erforscht neue Richtungen und ist revolutionär. Seine Freiheitsliebe und Neugier sprengt alle Grenzen und machen ihn zu einem abenteuerlustigen Zeitgenossen. Der ganze Planet ist für ihn eine Spielweise von Möglichkeiten, die er mit hochsensiblen Sinnen und einer gewissen Mystik erlebt. Ben erkennt das Schöne und Vergnügliche in sich, der Welt und seinen Mitmenschen. Stillstand und Gefangenschaft sind ihm ein Graus. 

Als Schattenseite offenbart sich das Gegenteil und man glaubt in einem Gefängnis festzustecken. Dogmatisches Verhalten, Isolation, Angst vor Neuem und Unbekanntem und Stagnation sind belastende Gefühle, die das grenzenlose Potenzial von Ben blockieren. Frust, Dauerstress, Aggressivität und eine suchtbezogene Realitätsflucht können Auswirkungen sein, die es zu balancieren gilt. 

Lösungsvorschläge: 
– Verstehe das ganze Leben als eine geheimnisvolle Reise.
– Teste deine eigenen Wachstumsgrenzen und stelle dich Herausforderungen. 
– Deine sozialen Fähigkeiten wollen ausgebaut werden. 

Der weiße Magier (Ix): Magie, Herzwissen, Jenseits
Das Siegel des weißen Magiers ist geprägt durch die Kraft der Zeitlosigkeit. Er ist der Schamane, der den göttlichen Willen durch seinen Instinkt und die Herzenskraft auf die Welt bringt. Entschlossen, vernunftbegabt und anmutig siegt er über alle Dunkelheit und ist mit einer höheren Dimension verbunden. Der Magier hat eine ausgeprägte Empfänglichkeit und ist sensibel Schwingungen und Stimmungen gegenüber. Er erhält Hintergrundinformationen über unsichtbare Antennen, ist stark mit seiner Intuition verbunden und wird als guter Ratgeber geschätzt. 

Disharmonie ist erkennbar, wenn man an komplexen und verwickelten Beziehungen leidet und es nicht schafft diese zu überwinden. Das Bedürfnis nach Bestätigung, Integritäts Probleme, Abgebrühtheit und Überempfindlichkeit werden zur Qual, ebenso wie das Gefühl äußeren Zwängen ausgeliefert zu sein. Wenn die Verbindung zur eigenen Intuition nicht erkannt oder sogar abgelehnt wird, kann das rational gelebte Leben in Machtlosigkeit umschlagen. 

Lösungsvorschläge: 
– Lass die Magie durch dich Fließen. Du musst nicht zaubern, nur zulassen, dass durch dich gezaubert wird. 
– Beziehungen die nicht gut tun sollten überwunden werden. 
– Die Kraft deines Herzens weist den Weg, höre auf deine innere Stimme. 

Der blaue Adler (Men): Vision, Übersicht, Kollektiv
Der blaue Adler vereint die Energie der Transformation mit einem globalen Bewusstsein. Seine Qualitäten sind geprägt durch Visionen, einen klaren und übersichtlichen Blick auf die Dinge und geistige sowie mystische Schaffenskraft. Der blaue Adler erkennt neue Möglichkeiten schnell und kann sie mit seinem Ideenreichtum, Ehrgeiz und einer klaren Vorstellung anstreben. Er ist prädestiniert dafür mit seinen Visionen aus dem Hamsterrad auszubrechen. Men ist ein Problemlöser, Helfer und jemand der gerne Pläne schmiedet und umsetzt. 

Probleme hat der blaue Adler oft mit ungewöhnlichen Beziehungsmustern. Er kann schwer nein sagen und neigt zum Helfersyndrom, da ihm die Hilfeleistung das Selbstwertgefühl steigert. Der blaue Adler fühlt sich dabei vergeblich und im Stillstand. Selbstzweifel und kein Vertrauen in die eigenen Visionen und Träume blockieren seine Entwicklung. Innere Unruhe, nicht stillsitzen können und ein unermüdlicher Schaffensdrang plagen den Geist. Können die eigenen Vorstellungen nicht umgesetzt werden entsteht schnell eine Abhängigkeit von äußeren Mächten. 

Lösungsvorschläge:
– Schaffe dir Freiheit, vor allem in Beziehungen. 
– Kräftesammeln und Ruhephasen sind wichtig, um Erschaffen zu können. 
– Erinnere dich an deine Aufgabe in einem höheren Kontext. 
– Glaube an dich und deine Visionen, sie sind deine Bestimmung. 
– Verwechsle Visionen nicht mit Illusionen. 

Der gelbe Krieger (Cib): Erkenntnis, kosmisches Bewusstsein, Angstlosigkeit 
Die Kraft der Selbstverwirklichung durchströmt den kriegerischen Geist. Doch kämpft er keine Kriege der Gewalt, sondern nur solche die das Herz ihm mitteilt. Er hat einen messerscharfen Verstand, scheut keine Tabus und ist furchtlos. Die innere Stimme führt den Krieger mit Gelassenheit und ist balanciert zwischen analytischem Verstand und intuitiver Intelligenz. Realistisch, tiefgründig und erhaben über den banalen Dingen des Alltags hat Cib einen besonderen Zugang zum kosmischen Bewusstsein und ist so stark verbunden mit allem. 

 Wenn er den Verstand über alles stellt, bleibt ihm wahre Tiefe verborgen. Der Krieger hadert mit persönlicher Unsicherheit und einem mangelnden Vertrauen in seine geistige Führung. Er manipuliert durch seinen Ratio, wirkt oft überheblich und arrogant. Es kann sein, dass der Krieger nicht sein kraftvolles Potenzial nutzt und sich eher passiv und feige verhält. 

Lösungsvorschläge: 
– Verbinde die weibliche und männliche Gehirnhälfte und schöpfe aus beiden dein Wissen. 
– Lerne auf deine innere Stimme zu hören. 
– Verabschiede dich von Einseitigkeit im Denken und im Handeln. 

Die rote Erde (Caban): Navigation, Erdkraft, Fruchtbarkeit
Wie der Name schon sagt besteht in diesem Siegel eine starke Verbundenheit zu Mutter Erde. Die Verwurzelung ist die Voraussetzung für kosmische Grenzenlosigkeit und die Verbindung mit der Ganzheit. In Zeiten von Veränderung und Umbrüchen hilft diese Synchronisation sich nicht verloren  zu fühlen. Cabangeborene haben ein hohes Maß an Eigenverantwortung und ein ausgeprägtes Gespür für Freiheit. Die Energie will der Gesamtheit dienen, ist fortschrittlich und aufgeschlossen. 

Das Leben nach Plan umzusetzen ist nicht immer Leicht. Vor allem für Caban, die rote Erde, die dazu neigt in Vergangenheit und Zukunft zu verweilen. Zeichen, Symbole, Träume und Erfahrungen werden überinterpretiert und man zieht voreilige Schlüsse. Teilweise fällt es der roten Erde schwer, sich mit seiner irdischen Existenz zu identifizieren. Unflexibel, ungeduldig, verloren sich Cabangeborene, die nicht geerdet sind. Sie wirkt in disbalanciertem Dasein schwer zugänglich, aber auch zerstreut, abwesend und orientierungslos.

Lösungsvorschläge:
– Sei flexibler und geduldiger. Beobachte eher, anstatt zu werten. 
– Finde die Verbindung zur Natur. Sie erdet dich. 
– Lebe im jetzt, nicht in Vergangenheit und Zukunft. 

Der weiße Spiegel (Etznab): Reflexion, Schwert der Wahrheit
Das Siegel des weißen Spiegels ist geprägt durch die Kraft der Selbsterkenntnis. Wie der Spiegel, der unser Gesicht zeigt, ist Etznab der Spiegel, der unseren wahren Kern offenbart. Man erkennt sich selbst in den anderen und reflektiert sein Verhalten, auch wenn das nicht immer angenehm ist. Spiegelgeborene wissen genau, dass alles was ihnen nicht gefällt die eigene Unfähigkeit widerspiegelt. Sie sind gesellig und geschickt, gegenwartsbezogen und einsichtig. Schattenarbeit fällt ihnen leichter als anderen und Polaritäten nutzen sie als Tor zur Erkenntnis. 

Wem das Schwert der (eigenen) Wahrheit nicht gefällt, der neigt zu einer überkritischen Einstellung, projiziert unerledigte Angelegenheiten auf andere und fühlt sich getrennt vom eigenen Geist. Gefangen in Routinen und ein Gefühl von Unveränderlichkeit plagen das Leben. Eigenblindheit, Verweigerungshaltung und Widerstand sind deutliche Schattenmerkmale des Spiegels. 

Lösungsvorschläge:
– Alles was leicht ist, ist richtig. Alles was schwer ist, sollte unter die Lupe genommen werden. 
– Zusammenarbeit mit anderen ist wichtig. 
– Lerne zu teilen, ohne etwas zu erwarten. 
– Erkenne den Spiegel, den andere dir zeigen als Geschenk und Aufgabe an.
– Welche Täuschungen hältst du in deinem Leben aufrecht? 

Der blaue Sturm (Cauac): Erneuerung, Transformation, Auge des Sturms
Auflösen, erneuern, transformieren. Ein Sturm räumt immer auf, schafft Platz für neues und fegt alles hinweg, was nicht mehr sein soll. Das Thema ist Reinigung, Wiedervereinigung und die Ekstase der Freiheit. Cauac ist der Geist der Befreiung und der Beschleunigung. Seine Energie birgt großes Veränderungspotenzial, denn der Humus des Alten birgt den Nährboden für den nächsten Schritt. Wer das versteht und Ego-Muster hinter sich lässt, dem steht ein Quantensprung nichts im Wege und die wahrhaftige Selbstverwirklichung kann geschehen. 

Wenn die Evolutionsenergie zu stagnieren scheint, altes nicht aufgelöst werden kann und das Ego Widerstand einlegt, dann ist die Energie des blauen Sturmes in Disharmonie. Die eigene Weiterentwicklung wird verdrängt, Angst vor Unbekanntem macht sich breit und die Verzweiflung kann zu Suchtverhalten führen. Das Gefühl vom Ursprung getrennt zu sein ist eine Qual und lässt einem keine Ruhe. Realitätsflucht, Verdrängung und der Versuch krampfhaft an Altlasten festzuhalten führt nicht selten zu unangenehmen Umständen im Leben. 

Lösungsvorschläge:
– Verstehe, dass auch in der Zerstörung und Trennung der Zusammenhalt und Einigkeit zu finden ist. Ein Gewitter ist das beste Beispiel. Es gehört zusammen, was getrennt erscheint. Trennung ist eine Illusion. 
– Befreie dich davon, Erfahrungen und Dinge zu bewerten oder sie gar zu leugnen. 
– Die Transformation liegt in deinem Geist, vertraue ihm.

Die gelbe Sonne (Ahau): Erleuchtung, Liebe, Leben
Ohne unser Zentralgestirn Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde. So ist auch das Maya Siegel Ahau das göttlichste und nicht ohne Grund das letzte Siegel von allen. Die Sonne steht für Göttlichkeit, Erleuchtung und bedingungslose Liebe. Die Sonne fragt strahlt für jeden gleich, sie ist die zentrale Energiequelle für jedes Lebewesen, egal ob von uns als gut oder schlecht bewertet. Das Böse ist schließlich genau so rein wie das Gute und relevant, um zu erkennen was gut ist. Die Wahrnehmung ist rein aus dem Herzen gesteuert und wird nicht selten in Kunst, Romantik und Licht manifestiert. Man kann einem Ahaugeborenen nichts vormachen, er hat einen Blick für das Wesentliche und hat eine zuversichtliche Ausstrahlung. Auf Freunde wirken diese Eigenschaften anziehend und macht ihn zu einem gefragten Ratgeber. Das Feuer der Sonne hat die Kraft Widerstände und Unwahrheiten zu verbrennen, denn es ist so hell und strahlend.

Ist die universelle Bewusstseinsstufe noch fern, so führen unrealistische Erwartungen nicht selten zu Enttäuschungen im Leben einer unbalancierten Sonne. Sie hat Probleme im Zusammenhang mit Idealen und Identifikation, lebt unter Vorbehalten und neigt dazu aus extremem Sicherheitsdenken heraus das Altbewährte zu bevorzugen. Der Selbstwert wird in diesem Fall von äußeren Meinungen und und Dingen abhängig gemacht, woraus nicht selten gesundheitliche Probleme resultieren. Wenn die Sonne kein Herz für andere hat, den Status und Beruf über alles stellt und intolerant anderen gegenüber ist, der hat die solare Meisterschaft nicht bestanden. 

Lösungsvorschläge:
– Verkörpere die Liebe, es erleichtert das Leben. 
– Halte dein Leben so einfach wie möglich. 
– Die Kunst zu Akzeptieren und zu Tolerieren will gelebt werden. 



1 thought on “SPIRIT: DER MAYA KALENDER & DIE 20 SIEGEL”

  • Super !!!! über das sehr komplexe Thema der Zeit-Qualität und den Tzolkin zu schreiben ist nicht einfach … um den den Tzolkin zu verstehen, muss man auch erst mal aus seinen „Denk-Pantoffeln“ raus ! Die, die das machen, werden es leichter haben Dinge im Leben zu wandeln ! Sehr gute „un-esoterische“ , aber spirituelle Beschreibung der kosmischen Zyklen und Naturgesetzte – überliefert und in verständliche „Bilder“ gebracht durch dir Kultur der Mayas !

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